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Wie wir eine Mobility Cloud global ausgerollt haben

Timezones

Ein digitales Eco-System für einen der größten Automobilhersteller der Welt zu entwickeln ist eine komplexe Aufgabe – das ganze über mehrere Zeitzonen hinweg zu tun, ist eine echte Herausforderung.

Frühstück um 7h in Shanghai bedeutet strahlenden Sonnenschein um 15h in Los Angeles am Vortag. London schläft hoffentlich tief und fest um 23h in der Nacht, während Detroit gerade über das Abendessen nachdenkt. Trotzdem muss man es schaffen, sich permanent zu synchronisieren, so dass jeder auf der Höhe des Geschehens ist.

Man frägt sich: was heißt es eigentlich, „global“ zu entwickeln? Und ziemlich schnell: was tun wir uns da an?

Es geht dabei nicht nur um die Zeitzonenproblematik. Es geht darum ein Produkt zu bauen, dass modular und flexibel genug ist, zukünftigen Anforderungen aus aller Herren Länder zu entsprechen. Es geht um endlose Informationsströme aus Details und Aufgaben, wie z.B. ein Test-Team eine Funktion testen zu lassen, die auf der anderen Seite des Planeten entwickelt wurde. Automatisierung spielt dabei eine große Rolle, besonders wenn man eine zeitnahe Lieferung neuer Funktionen sicherstellen will. Test-Abläufe in verschiedenen Software-Umgebungen mit regional unterschiedlichen Ausprägungen und vieles mehr sind von Nöten.

Unsere Lösung ist eine Sammlung von nativen Cloud-Applikationen, die dem Nutzer den direkten Zugriff auf unsere Mobilitätsdienste über eine grafische Schnittstelle erlauben. Egal ob man sich anmeldet, nach einer Adresse, einem Parkplatz oder einer Tankstelle sucht – die Anwendung spricht immer direkt mit unseren Diensten. Eine Funktionsliste, die sich nahezu beliebig erweitern lässt: Bezahldienste, Abhol-und Lieferdienste, Nachrichtendienste innerhalb von WeChat in China, Umsatzreports, Analyse Tools etc. sind nur eine kleine Auswahl.

Diese Applikationen nutzen unsere Dienste am meisten, aber nicht ausschließlich. So benötigt z.B. der Kundendienst Zugriff auf die Kundendaten, um im Notfall zu unterstützen – was wiederum einer eigenen Schnittstelle bedarf. Jede neue Integration erhöht dabei die Komplexität. Wir haben daher viel Zeit und Energie in den grundsätzlichen Aufbau und die Dokumentation investiert. Denn es ist eine einfache Wahrheit: Mit einem gut dokumentierten System lässt es sich schnell arbeiten und man kann leicht neue Kollegen einführen, egal wo sie sitzen.

Es gibt zudem eine ganze Reihe von unsichtbaren Details, die unabdingbar sind für unsere Kunden. Technologien wie etwa Positionsberechnungen, Aggregierung und Standardisierung von Inhalten diverser Anbieter, vernetzte Systeme zwischen China und dem Rest der Welt mit Reverse-Proxies und vieles mehr.

Der Endkunde sieht dabei nur die grafische Schnittstelle und ob sie funktioniert oder nicht. Die Magie dahinter ist eigentlich keine Magie, sondern ein minutiös aufgesetztes Software Projekt mit echten Entwicklern, Solution Architects, Softwaretesten und Projektmanagern. Unser Team arbeitet über verschiedene Standorte hinweg zusammen um eine Lösung zu entwickeln, die überall auf der Welt gleichermaßen funktioniert – egal ob in Deutschland, England, Brasilien, Kanada, USA oder China, um nur ein paar zu nennen.

Viele Firmen versuchen Softwareprojekte global auszurollen. Eine Aufgabe, an denen die meisten scheitern und wenige wachsen. Wir haben großen Erfolg mit Ansätzen wie einem kontinuierlichen Verbesserungs- und Lieferprozess und schnellen Feedback-Zyklen gehabt. Der wirkliche Schlüssel zum Erfolg ist aber ein motiviertes Team mit der Einstellung, dass das alles gelingen kann.

Wir können behaupten, dass wir jetzt zwar geschafft sind, es aber auch geschafft haben.

Und egal ob Frühstück, Nachmittagskaffee oder Betthupferl – die Cloud verbindet uns zu jeder Zeit.