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Digital Mobility mit Turbo Boost

Zwischen auf Hochglanz polierten Oldtimern, liebevoll gepflegten Youngtimern, erstaunlichen Gefährtraritäten und atemberaubenden Luxusautos haben sich am 27.11.2017 etwa 300 Konferenzteilnehmer zur ersten Digital Mobility Conference zusammen gefunden.

In der Classic Remise in Berlin Moabit standen diverse Vorträge mit Fokus auf mobile Daten, Recht und autonomem Fahren auf der Agenda. Sprecher waren unter anderem Dr. Tobias Miethaner (Bundesministerium für Verkehr & digitale Infrastruktur), Jens Monsees (BMW), Horst Angerer (Nokia), Aria Etemad (VW), Dr. Daniel Hobohm (Siemens), Stefan Volk (Google), Michael Bültmann (Here), Silvia Lier (Deutsche Bahn), Leonie Artus (ADAC), Harald Marx (Daimler), Dr. Henrik Haenecke (BVG) und Joseph Constanty (Niu). Also eine bunte Mischung aus Politik, OEM und Zulieferer, die für nachfolgende, spannende Informationszusammenstellung sorgte – die sich auch als „Wusstest du schon …“- Liste lesen lässt.

Achtung! – Los geht’s:

52% aller Patente für autonomes Fahren entfallen auf deutsche Unternehmen. Die Politik ist herausgefordert, die rasant voranschreitende digitale Mobilität zu regeln. Hierzu zählt u.a., Infrastruktur (z.B. Glasfasernetz) und Gesetze (z.B. Personenbeförderungsrecht) anzupassen, ethische Fragen zu berücksichtigen und Datensicherheit zu gewährleisten (vernetzte Fahrzeuge, Datenfluss). Das Fahrzeug wandelt sich zunehmend vom Produkt zum Service, das traditionelle ownership model verliert an Relevanz und Multi-Use gewinnt an Bedeutung (tagsüber Personenbeförderung, nachts Paketzustellung).

Die Generation Y freut sich beim autonomem Fahren auf ein rollendes Schlafzimmer, die Generation Z will während der Fahrt weitestgehend das selbe tun wie zu Hause: online sein oder spielen. David Hasselhoff hat nicht nur die Berliner Mauer zu Fall gebracht, sondern mit K.I.T.T. auch die Ära der SDVs eingeleitet. Der Mixverkehr auf den Straßen (Personen, Fahrzeuge, Fahrräder, Skateboards, o.ä.) bereitet den „Autonomen“ derzeit noch viele Schwierigkeiten. Es werden mehr Staus prognostiziert, da es pro Fahrzeug mehrere Usecases gibt. Staus werden auch erwartet, wenn selbstfahrende Autos leer oder Luft fahren, da dies immer noch günstiger ist als zu parken.

eBikes haben von allen Verkehrsmitteln den  schnellsten Zuwachs an Nutzungen. In den letzten drei Jahren gab es einen Anstieg von 37% bei Google Anfragen zum Thema Mobilität. Die Wahl des Verkehrsmittels spielt eine immer geringere Rolle, es besteht stattdessen ein wachsendes Verlangen nach einer angenehmen und nahtlosen Reise „von A nach B“. Die Nachfrage nach hochauflösendem Kartenmaterial steigt mit dem Bedarf an mehr Orientierung. Der Nutzer (früher: Autofahrer) rückt in den Mittelpunkt und User Experience wird demnach immer wichtiger. Ein Durchbruch der Sprachassistenz wird in 5-10 Jahren erwartet. In China verkaufte das junge Unternehmen Niu 2016 über 26 Millionen Electro Scooter, die meisten davon online.
UUUUUND … – das Zauberwörtchen des Tages lautet: K O O P E R A T I O N. Kaum ein Unternehmen wird das Thema digitale Mobilität alleine bewältigen können – mehr Zusammenarbeit ist daher gewünscht und wird angestrebt. Die Zeiten, in denen jeder sein eigenes Süppchen kocht, scheinen sich dem Ende zu neigen.

Es brodelt und blubbert also so einiges in der Branche und man darf zu Recht extrem gespannt auf die Zukunft der Mobilität sein.

Wer sich intensiver mit dem ein oder anderen Punkt befassen möchte, dem seien folgende Stichpunkte zur Recherche ans Herz gelegt: „Digitales Testfeld Autobahn A9“, „BMW iNext“, „L3Pilot“, „General Motors (GM) Key To The Future 1956“, „Digitales Testfeld Ernst-Reuter-Platz – Brandenburger Tor“, „Mobilitätsstation Münchner Freiheit“, „Connected Rental Car“ (IoTCommunity) – und natürlich „Knight Rider“ (;))

– Enjoy your ride.

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