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Alexa, Siri, Cortana & Co: Do you speak smart?

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Die push.conference beleuchtet Herausforderungen und Möglichkeiten von persönlichen Assistenten

– Als Plattform für Designer, Entwickler und UX Professionals verbindet die push.conference kreatives Coding und User Experience Design. Zehn spannende Vorträge und acht Lightning Talks thematisierten aktuelle und zukünftige Herausforderungen, Herangehensweisen und Chancen in der Gestaltung unserer täglichen Arbeit und Umwelt.

Dem gegenwärtigen Trendthema »Artificial Intelligence« folgend, ging es gleich bei drei Sprechern um Persönliche Assistenten. Wie steht es um deren Zukunft und was sind die größten Herausforderungen und Möglichkeiten, die Alexa, Siri und Co. mit sich bringen?

Das Spektrum der Persönlichen Assistenten reicht von Chat Bots, besonders bekannt aus Facebook, Slack und Telegram, über Onlineshopping-Hilfen bis hin zu den immer weiter in den Fokus rückenden Sprachassistenten und ihrer zugehörigen Geräte.

Die Assistenten können dabei sowohl text- als auch sprachbasiert sein, auf Regeln aufbauen oder aber durch maschinelles Lernen stetig intelligenter werden. Sie können uns sowohl in unserem Alltag als auch bei der Arbeit unterstützen, indem sie uns helfen, bestimmte Aufgaben schneller und effektiver zu erledigen oder einfacher an Informationen zu gelangen. Das Interesse an Persönlichen Assistenten steigt rasant. Werden wir also bald öfter mit diesen statt mit unseren Freunden und Partnern kommunizieren?

Diese Fragestellung ist zugleich die größte Herausforderung für die Hersteller, zielt sie doch auf die Akzeptanz der Kommunikation mit künstlichen Gesprächspartnern ab.

Während im chinesischen Raum Chatsysteme wie WeChat die Gesellschaft in vielen Lebensbereichen bereits durchdrungen haben, ist der Umgang mit Persönlichen Assistenten für die meisten von uns – vor allem im europäischen Raum – noch Neuland. Und es gibt große Hemmschwellen: Viele Menschen (und Firmen) fürchten den Verlust der Privatsphäre durch die fortwährende »Belauschung«, andere die Lächerlichkeit, mit einem unsichtbaren Gegenüber zu sprechen, besonders in der Öffentlichkeit.

Geschenkte Zeit versus Großer Lauschangriff

Noch steckt die Nutzung der Intelligenten Assistenten in den Kinderschuhen, wie aktuelle Statistiken belegen. Mit weniger als drei Nutzungen von intelligenten Lautsprechern pro Tag und Nutzer und ebenso wenigen Nutzungen von Handy-Sprachassistenten pro Woche und Nutzer, sind wir weit davon entfernt, manuelle Vorgänge von Assistenten ausführen zu lassen – nicht zuletzt zum Beispiel die Bedienung von Smart Devices.

Dabei könnten uns die künstlichen Gesprächspartner in Zukunft viel Arbeit abnehmen und uns damit wertvolle Zeit schenken. Besonders dann, wenn sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren lassen, wenn Wissen und Informationen transferiert werden, und wenn die Systeme lernen.

Alexa, Google Home, Siri und Co befinden sich in einer außerordentlich guten Ausgangsposition. Denn deren Akzeptanz wird aller Voraussicht nach umso schneller steigen, je deutlicher die Vorteile der Nutzung die negativen Begleiterscheinungen übertreffen und wenn es zusätzlich gelingt, das Nutzererlebnis durch emotionale Bindung, Humor und vielleicht sogar Menschlichkeit zu ergänzen. Die Hersteller müssen allerdings dafür Sorge tragen, dass Privatsphäre und Datensicherheit der Nutzer gewahrt bleiben.

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