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Raus aus der Komfortzone! Warum Designer technologische Kompetenz brauchen

Designer

Ebenso, wie die Welt sich radikal wandelt, wandelt sich Design und somit auch die Aufgaben des Designers: Wenn Kommunikation nur noch völlig fragmentiert abläuft, Marken grundsätzlich ihre Daseinsberechtigung überdenken müssen und ein Produkt ohne eingebaute Intelligenz und Anknüpfung an ein Ecosystem zum wertlosen Endgerät wird – was wird dann aus den klassischen Tätigkeitsfeldern Kommunikationsdesign, Brand Design und Product Design?

Der Einfluss der Designer

Wenn Designer in Zukunft eine einflussreichere Rolle in oder für Unternehmen spielen wollen, sollten sie sich auf das konzentrieren, was Design wirklich leisten kann – nämlich  unternehmerisches Denken sichtbar und greifbar machen. In der Konsequenz müssen Designer raus aus ihrer Komfortzone, weiterziehen und dahin gehen, wo Design mehr Einflussbereich besitzt und wertgeschätzt wird. Und das ist vor allem dort der Fall, wo sich Design mit strategischem Verständnis und technologischer Kompetenz zusammentut.

In diesem Kontext sind Designer durch ihre Denkweise in der Lage, die Herausforderungen des digitalen Zeitalters anzupacken: Branchen und Lebenswelten vernetzen sowie sinnvolle Anwendungen und „Experiences“ entwickeln, die das Leben besser und einfacher machen und die Mensch-Maschine-Schnittstelle endlich aus der menschlichen Perspektive gestalten.

In Verbindung mit technologischer Exzellenz und strategischer Denke wird aus dem Designer ein Digital Designer, User Experience Designer, Interaction Designer, Service Designer, Informationsarchitekt, Designmanager, Datenanalyst, Konzepter, Stratege, Prototyper, Creative Technologist und Developer (wie es Scott Savarie in seinem Talk auf der push conference 2016 beschrieb). Er kann wahrhaftig holistisch und mehrdimensional denken und Dinge verknüpfen.

Die Denkweise der Designer

Warum sind gerade Designer dazu in der Lage? Im ersten Schritt können Designer Dinge auf dem weißen Blatt Papier neu denken. Gepaart mit strategischem Denken und technologischer Kompetenz entwickeln sie Produkte und Services für Unternehmen, die sich inmitten der digitalen Transformation neu erfinden müssen.

Im zweiten Schritt können Designer diese Erfindungen visualisieren und somit unternehmerisches Denken für alle Beteiligten sichtbar machen – innerhalb von Konzernstrukturen und Entscheiderhierarchien, aber auch außerhalb, also gegenüber Investoren, Partnern und der Öffentlichkeit.

Besonders Dinge, die sehr abstrakt sind oder die es noch nicht gibt, machen sie so vorstellbar und anfassbar. Dafür sind während des Entwicklungsprozesses Prototyping und Machermentalität gefragt. Und das „Machen“ ist mit dem Beruf des Designers schon immer eng verbunden: Skizzen aufs Papier werfen, Dummies und Modelle bauen, aber auch mit neuen, schnellen Tools wie Framer oder Sketch Sketch High-Fidelity-Prototypen programmieren.

Strategie, technologische Innovationen und Prototypen zum Anfassen

Innovatives Denken, technologische Kompetenz und strategisches Know-how sind vor allem im sich extrem dynamisch entwickelnden Bereich User Experience Design gefragt. Für Interessierte gibt es auf dem icon incar MCBW-Ausstellungsevent „Top Secret – Inside Automotive UX“ am Freitag, den 10. März 2017, um 19 Uhr einige Themenbeiträge mit echten Prototypen zum Anfassen und Ausprobieren: 3D-Displays, e-Skateboards, den Magic Mirror und Drinks vom Cocktail-Bot. Interesse?

Melde dich an unter mcbw@iconincar.com

Dieser Artikel erschien als Gastbeitrag in der absatzwirtschaft.de