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Der Werkzeugkasten eines Solution Architects bei icon incar

Wie gestaltet man ein Produkt so, dass es auch in einer unbekannten Zukunft funktioniert? Was tun, um zum Beispiel ein Set einfach zu bedienender APIs (Application Programming Interface also eine Programmierschnittstelle) sicherzustellen? Solche Fragen werden mir immer wieder gestellt. Ich antworte stets mit unserem Werkzeugkasten, der sich ständig erweitert und weiterentwickelt. Lasst mich Euch einen kleinen Einblick in die Toolbox geben, die ich als Solution Architect bei icon incar täglich verwende. 

Kästchen und Pfeile

Um ehrlich zu sein, ist das cloud-basierte Mobilitäts-Ecosystem ziemlich komplex. Schon die Frage „Wie funktioniert eigentlich eine App?“ erfordert eigentlich ein mindestens 20-minütiges Gespräch. Ich versuche es einfacher: Ich zeige unsere Diagramme. Nach einer kurzen Erklärung der Kästchen und Pfeile sorgt das schnell für mehr Klarheit.

Diese grundlegenden Formen wirken so einfach – und gerade wegen ihrer Einfachheit sind sie meine Freunde für komplexe Sachverhalte geworden. Sie sind mit Bedacht zusammengestellt und helfen mir, Gedanken zu organisieren. Ich komme immer wieder zu ihnen zurück und sortiere sie neu. Sie dokumentieren meinen Designprozess und meine Entscheidungen. Sie visualisieren komplexe Codelogik. Ich teile sie und stelle sie meinen Teamkollegen vor. Es sind sehr praktische Weggefährten.

Man kann sie für alles mögliche einsetzen. Wenn man beispielsweise einen Überblick über das gesamte Mobilitäts-Ecosystem bekommen möchte, dann sind die Komponenten- und Service-Inventar-Diagramme sicher eine gute Orientierungshilfe. Wenn man sich für Geschäftslogik interessiert, nutzen wir am besten Fluss- und Sequenzdiagramme. Hat man Fragen zu Datenfeldern in unseren API-Responses, sind unsere Use Cases und Entity Relationship Diagramme wahrscheinlich am sinnvollsten. Für jede Gelegenheit haben wir gute Freunde in unserer Tool-Box.

Gute Frage

Die Arbeit an einer cloud-basierten Mobilitätsplattform ist sehr spannend. Wir sind Experten, die tagtäglich mit innovativen Lösungen arbeiten. Dabei erwarten nicht, dass alle Kunden und Partner das Thema vollständig und im kleinsten Detail verstehen. Deshalb stellen wir sicher, dass wir über Methoden und Prozesse verfügen, die Sachverhalte verständlich veranschaulichen, um eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten.

Der Trick: die richtigen Fragen zu finden. Unseren Kunden stelle ich die richtigen Fragen, um die verborgenen Anforderungen und Wünsche herauszufinden. Unseren Partnern stelle ich die richtigen Fragen, um Lücken, Risiken und Chancen zu identifizieren. Und unserem eigenen Team stelle ich die richtigen Fragen, um die Ergebnisse zu überprüfen und unseren Prozess ständig zu optimieren.

Gute Fragen mit Follow-ups und maßgeschneiderten Lösungen sorgen für die hohe Effizienz unseres Teams. Sie helfen Kosten zu senken, indem sie die Ziele frühzeitig definieren und das Projekt auf Kurs halten. 

Einen Standard definieren und gleichzeitig flexibel bleiben

Der Aufbau eines globalen Mobilitäts-Ecosystems erfordert die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Mobilitätspartnern. Ich habe persönlich mit Mobilitätspartnern aus Peking, Paris, Berlin und beiden Küsten der USA zusammengearbeitet – um nur einige zu nennen. Wie gestalten wir unsere API so, dass sie in allen Regionen einheitlich und leicht verständlich ist? 

Wir haben einen „top down“ Ansatz, anstatt eines „bottom ups“.

Meine Kollegen und ich setzen, nach sorgfältiger Auswertung der Partnerdaten und der vorgesehenen Benutzererfahrung, Standards für neuartige Programme auf. Im nächsten Schritt überprüfen wir den Standard auf vorhersehbare Einflüsse und mögliche Änderungen. Schon vor Beginn der Entwicklung überprüfen wir gemeinsam mit dem Testteam die beabsichtigte Lieferung im Kontext. Wenn etwas frühzeitig gefunden wird, ist noch genug Spielraum für Anpassungen. Wenn es an der Zeit ist, die Implementierung durchzuführen, überprüfen wir ständig, ob die Ergebnisse für den vorgesehenen Einsatzzweck sinnvoll sind. Durch diesen agilen Designansatz vermeiden wir in späteren Phasen drastische Veränderungen und sparen wertvolle Ressourcen.

Als Solution Architect bei icon incar gibt es viele kniffelige Aufgaben zu lösen, aber wir genießen die täglichen Herausforderungen von ganzem Herzen. Sie prägen und optimieren unseren Designprozess und helfen unseren Werkzeugkasten stetig zu erweitern. Falls Du mal in Shanghai bist, komm doch bei mir im Büro vorbei, dann teile ich gerne noch weitere Tools aus unserer spannenden Werkzeugkiste mit Dir…